Obwohl er den Großteil seines Lebens in Deutschland verbracht hat, ist B+N Geschäftsführer Aimé Sans Franzose durch und durch. In diesem Herbst hat er einen Familienurlaub in der Stadt der Liebe verbracht. Hier sind seine besten Tipps für das perfekte Wochenende in Paris:

 

Freitag

Mit der Transavia geht’s morgens nach Paris. Mein Lieblingsviertel ist Saint-Germain-des-Prés am unkonventionellen linken Seine-Ufer „Rive Gauche“ – seit jeher die Heimat der Intellektuellen und Künstler der Stadt. Von hier ist es nur einen Steinwurf zur Île de la Cité.

Mein Hoteltipp ist das „La Villa“, ein elegantes, kleines Boutique-Hotel mit Charme in perfekter Lage. Die Zimmer sind klein, wie überall in Paris, dafür ist es nachts ruhig in der malerischen Rue Jacob. Generell sollte man in allen Hotels in Paris besonderes Augenmerk auf die Fenstersituation legen: Auch bessere Hotels haben oft Zimmer hintenheraus, die quasi fensterlos sind. Lieber eine Zimmerkategorie höher buchen!
Wir stellen das Gepäck ins Hotel und gehen erst mal ausgezeichnet lunchen um die Ecke im Café Bonaparte, gleich an der Place Saint-Germain mit schönem Blick auf die Kirche. Französischer geht’s kaum – das Tatare ist weltklasse. Wir feiern den Tag mit einem Glas Champagner (nirgendwo schmeckt er so gut wie in Paris!)

Nachmittags schlendern wir rüber zur „Île de la Cité“ und bewundern „Notre Dame“ eine der schönsten und eindrucksvollsten Kathedralen der Welt. Auf der Nachbarinsel Île Saint Louis trinken wir einen Café Crème in der Sonne und gönnen uns um’s Eck bei „Berthillon“ das beste Eis der Stadt.

Abends: Serge Gainsbourg lässt grüßen! Zum Apéritif in den angesagten Prescription Cocktail Club, einen romantischen kleinen Spaziergang vom Hotel entfernt. Die Barkeeper sind so charmant wie die Cocktails gut sind. Die Atmosphäre ist très bohème, gemütlich und intim. Danach schlendern wir ein paar Minuten weiter in den Jazzclub „Chez Papa“ – gutes Essen in origineller Atmosphäre untermalt von exzellenter Live-Musik. Wir fühlen uns zurückversetzt in die 60er Jahre, als in den Jazz-Kellern von Saint Germain die Karriere von vielen großen Namen startete…

 

Samstag

Wer in Paris ein überteuertes Hotelfrühstück zu sich nimmt, ist selber schuld! Lieber ein Croissant oder eine Brioche beim Boulanger an der Ecke. Die vielen netten Brasserien in der Gegend bieten alle ein typisches Pariser Frühstück an.

Danach steht Sightseeing auf dem Programm. Ich bin bekennender Fan der Hop-on-Hop-off Busse, die in Paris zuhauf unterwegs sind. Qualitätsunterschiede gibt es kaum, deshalb empfehle ich Foxity, die preisgünstigste Variante. Die Tour dauert ca. zwei Stunden, am Eifelturm steigen wir aus und haben Glück: keine Schlange! Nichts wie rauf zur Spitze und dort für einen besonderen Moment an der Bar ein Gläschen Champagner erstehen – der Blick lohnt sich!

Am frühen Nachmittag dann ein Picknick am Seine-Ufer. Zwischen Louvre und „Île de la Cité“ warten wunderschöne Plätzchen mit Bänken in der Sonne. Es gibt unzählige gute „Traiteurs“ in den Straßen von Paris, bei denen man sich mit Quiche, Salaten, lecker belegten Baguettes und Törtchen eindecken kann.

Danach je nach Laune zum Shoppen ins Marais am rechten Seine-Ufer (viele nette Boutiquen in kleinen Gassen – unbedingt auch einen Café an der verträumten Place des Vosges einplanen!) oder ins großartige Musée d’Orsay, wo sich in spektakulärer Architektur das Who-is-Who des Impressionismus die Ehre gibt (Karten vorbestellen!)

Abends: Wir dînieren erlesen und ganz im Geiste des Wahlparisers Oscar Wilde im „L’Hôtel“ mitten in Saint-Germain. Das mit einem Michelin-Stern gekrönte Restaurant könnte vielleicht das romantischte in tout Paris sein. Tatsächlich war das kleine Luxushotel die letzte Wohnstätte des irischen Dandy-Poeten. Sehenswert!

 

Sonntag

Im „Cours de Commerce Saint André“, einer zauberhaften Fressgasse in Saint-Germain, gönnen wir uns zum Abschluss einen sündhaft-köstlichen Sonntags-Brunch – natürlich im „Un Dimanche à Paris“, einem Restaurant und „Chocolate Concept Store“. Hier können wir auch gleich noch ein paar Mitbringsel für Daheim erstehen, bevor wir mit vollem Bauch und Wehmut im Herzen die Heimreise antreten…